News

Prag, den 14. November 2017

Tschechisch-Deutsche Kooperation der wehrtechnischen Industrie

Die bedeutendsten deutschen wehrtechnischen Unternehmen für Landsysteme haben in Prag einen Industrietag durchgeführt, um passende tschechische Unternehmen für eine langfristige Partnerschaft zu gewinnen. Dabei stellt die Beteiligung der tschechischen Kooperationspartner bei Produktion und Service des Schützenpanzers PUMA – nach erfolgreicher noch ausstehender Beauftragung – nur den ersten Schritt dar. Das dabei gewonnene Know-How ermöglicht den Unternehmen sich auch an weiteren nationalen und internationalen Projekten längerfristig zu beteiligen. Als mögliche Beispiele sind hier der Leopard 2, oder der Boxer zu nennen.

 

Die mehr als 30 Unternehmen aus Deutschland und Tschechien konnten ihr Potential für eine Partnerschaft im Diplomat Hotel in Prag bei diesem Industrietag in intensiven Gesprächen ausloten.

 

Die diesen Industrietag veranstaltende PSM Projekt System & Management GmbH hat mit ihren beiden Gesellschaftern Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG und Rheinmetall Landsysteme GmbH erfolgreich dargestellt, wie die tschechischen Technologie- und Serviceunternehmen ihre jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen in der Wehrtechnik bei der Ausschreibung des Tschechischen Verteidigungsministeriums für einen neuen Schützenpanzer einbringen können. Dieser Industrietag in Prag kann als Grundstein einer erfolgreichen Tschechisch-Deutschen Partnerschaft für deutsche, europäische und außereuropäische Projekte im Hochtechnologiebereich von Waffen- und Unterstützungssystemen gewertet werden.

 

 

 

September 2017

Schützenpanzer PUMA - ein Besuchermagnet während der NATO-Tage in Ostrava.

Während der diesjährigen NATO Tage in Ostrava waren neben vielen Flugzeugen aus Nato-Staaten auch die Bundeswehr mit Großgerät vertreten. Unter anderem wurde ein Kampfpanzer Leopard 2 und auch ein Schützenpanzer PUMA ausgestellt. Hier war für die Öffentlichkeit die erste Möglichkeit, den Schützenpanzer PUMA live zu sehen. Nach der erfolgreichen Vergleichserprobung mit mehreren Mitbewerbern im Juni und Juli dieses Jahres wird der PUMA als Favorit für das  tschechische Beschaffungsprogramm gehandelt. Aus diesem Grund war das Interesse der Besucher besonders groß und Zehntausende nutzten die Chance, den modernsten Schützenpanzer der Welt von innen und außen zu besichtigen und sich aus erster Hand bei den deutschen Soldaten zu informieren.  

16. Juli 2017

 

Schützenpanzer PUMA überzeugt während Erprobung in der Tschechischen Republik

 

Vyskov/Libava. Der Schützenpanzer  PUMA zeigte seine hervorragenden Fähigkeiten über einen Zeitraum von sechs Wochen während einer Vergleichserprobung von Schützenpanzern in der Tschechischen Republik. Neben einer Reihe von statischen und dynamischen Prüfungen  stand auch Schießen auf dem Programm. Diese gründlichen Tests sind Teil des Beschaffungsprogramms der Tschechischen Republik für neue gepanzerte Infanterie-Gefechtsfahrzeuge. Die Tschechische Armee plant 210 Fahrzeuge in sieben verschiedenen Varianten zu beschaffen. Die Lieferung der ersten Schützenpanzer soll ab 2020 erfolgen.

 

Neben dem Schützenpanzer PUMA wurden vier weitere Fahrzeuge zur Erprobung eingeladen: Rheinmetall`s LYNX, BAE mit zwei CV90 und General Dynamic mit ASCOD.

 

Diese  Fahrzeuge wurden während des sechs Wochen Tests auf Herz und Nieren geprüft, u.a. bei Hochgeschwindigkeitsfahrten auf Straße und im Gelände mit Hindernissen, überwinden von Gräben, Tiefwaten und Stufensteigen. Während  des VIP Tages des Tschechischen Verteidigungsministeriums haben die Gäste bestätigt, dass der Schützenpanzer PUMA mit Abstand das treffsicherste Fahrzeug im Vergleich war, sowohl bei den statischen als auch bei dem Schießen aus der Bewegung. 

 

Die Projekt System & Management GmbH (PSM), ein Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall  ist für das Projekt PUMA verantwortlich. Seit 2015 ist der modernste Schützenpanzer der Welt offiziell bei der deutschen Bundeswehr in Nutzung. Seit zwei Jahren wird nun der PUMA durch erste Truppenteile der Panzergrenadiere genutzt. Die Ausbildung und die Einführung in die Truppe sind in vollem Gange. Bis heute wurden mehr als 135 Systeme ausgeliefert und bis 2020 werden vertragsgemäß 350 Fahrzeuge an den Kunden übergeben.

 

Der PUMA steht für hohe strategische und taktische Mobilität einerseits und maximalen Schutz für die Besatzung sowie weitreichende Feuerkraft andererseits. Damit erfüllt er diese militärischen Forderungen in einer bisher unerreichten Qualität. Dies konnte bereits in den vergangenen Wochen unter Beweis gestellt werden. Insbesondere die umfangreich vorhandenen Detailinnovationen wussten zu überzeugen.

 

Das vorgestellte Fahrzeug ist ein vollständig erprobtes, qualifiziertes und eingeführtes System. Puma ist kein Upgrade eines alten Konzeptes, sondern eine vollständige Neuentwicklung mit dem Ziel, Soldaten beste Fahrzeuge bereitzustellen. Von den teilnehmenden Fahrzeugen erreicht und übertrifft nur der Schützenpanzer PUMA die höchsten Schutzniveaus nach NATO Standards. Erwähnt werden soll an dieser Stelle nur der vollständige Minenschutz für größte bekannte Panzerminen, 360° RPG Schutz und das Selbstverteidigungssystem gegen moderne gelenkte Panzerabwehrlenkflugkörper. Aufgrund des extrem hohen Schutzniveaus war der PUMA auch das schwerste Fahrzeug im Test. Dank seines 1.100 PS Motors und des neuen entkoppelten Laufwerks ist der PUMA trotzdem eines der schnellsten Fahrzeuge im Gelände und kann mit jedem modernen Kampfpanzer mithalten.

 

Die hervorragenden optischen Aufklärungsmittel mit Hunter-Killer Fähigkeit im Zusammenwirken mit der 30mm Hauptwaffe und tempierbarer (Airburst) Munition führen zu überlegener Wirkung auf dem Gefechtsfeld. Die von keinem anderen Fahrzeug erreichte Präzision und die Geschwindigkeit der Zielbekämpfung wurden im Vergleichstest eindrucksvoll nachgewiesen. Mit integriertem und gegen Beschuss geschützten SPIKE Raketenwerfer kann der PUMA auch schwere Kampfpanzer bis auf eine Entfernung von 4.000 m sicher und effektiv bekämpfen. 

 

Die Fähigkeiten der vernetzten Operationsführung (Infanterist der Zukunft und FüInfoSys Heer) machen den PUMA zu einem Schlüsselelement für zukünftige Einsatzszenarien.

 

Bereits bei der Entwicklung wurde zukünftiges Aufwuchspotential des PUMA berücksichtigt. Dies zeigt sich unter anderem in einer  konsequent offenen Schnittstellengestaltung sowohl für zukünftig elektronisch anzubindende neue Baugruppen als auch für alternative, den Bedrohungen von morgen anpassbaren, Schutzmodulen. Dies sind optimale Voraussetzungen, um das aktuell modernste System auch noch in den nächsten Jahrzehnten an sich ständig weiterentwickelnde Aufgaben anzupassen.

 

Ein geschütztes Volumen von rund 9m³ im Fahrzeug ermöglicht die Integration verschiedener Missionsausrüstungen. Durch durchdachte Detaillösungen wie den Sandwichboden beeinträchtigt der Minenschutz die flexible Nutzung des Innenraums nicht. Vom Aufklärungsfahrzeug über eine Sanitätsvariante bis hin zum Bergepanzer sind verschiedene Familienfahrzeuge auf Basis des PUMA möglich.

 

Die Bundeswehr beabsichtigt, weitere SPz PUMA in verschiedenen Varianten zu bestellen.

 

Die deutsche Pumaindustrie garantiert nicht nur den PUMA für Tschechien in der Tschechischen Republik zu fertigen, sondern auch Baugruppen für das deutsche Programm. Die gesamten elektrischen Kabel in dem vorgestellten Fahrzeug wurden bereits in Tschechien gefertigt, ebenso wie die Sensoren der Brandunterdrückungs- und Feuerlöschanlage. Weiterhin ist beabsichtigt die Ketten für alle PUMA in Zukunft in Tschechien zu fertigen. Wenn der PUMA den Zuschlag, erhält werden der Deutsche und der Tschechische Kunde von der gemeinsamen Fertigung von Baugruppen und der Endmontage ganzer Fahrzeuge in Tschechien profitieren. 

 

Der Deutschen und Tschechische Kunden werden von einer gemeinsamen Fertigung und der gemeinsamen Nutzung des Systems in ihren Armeen profitieren. Diese Kooperation könnte zum Nukleus der wachsenden internationalen Nutzergemeinschaft für den Schützenpanzer PUMA werden, ähnlich den internationalen „user groups“ für den Kampfpanzer LEOPARD 2.

 

 

12.07.2017

Umfangreiche Funktionserweiterungen für den Schützenpanzer PUMA für rund 370 Millionen Euro beauftragt

 

Die Projekt System & Management GmbH (PSM), ein 50/50 Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall, erhielt heute vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die Beauftragung für umfangreiche Funktionserweiterungen des Schützenpanzers PUMA.

 

Insgesamt ist PSM mit vier Verträgen mit einer Gesamtsumme von rund 370 Millionen Euro mit einer Sichtmittelanpassung für Turm- und Bedienstände, Ausbildungs- und Logistikanteilen für das Multifunktionale Selbstschutzsystem (MUSS), einer Turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage (TSWA) und Ausbildungseinrichtungen für die Bedienung des Turms beauftragt worden.

 

Im Bereich der Sichtmittel wird der PUMA an heutige Standards angepasst, indem die bisherigen Schwarzweiß-Monitore durch moderne und besonders leistungsfähige Farb-Displays ersetzt werden. Kommandant und Richtschütze erhalten somit eine hochauflösende und detailreiche Darstellung des Umfeldes. Weiterhin verbessern sich die Möglichkeiten bei der Aufklärung und der Wirkung. Ein neuer Infrarot-Scheinwerfer am Heck verbessert zudem die Nachtsichtfähigkeit des Kraftfahrers.

 

Für das bereits unter Vertag stehende Soft-Kill-Selbstverteidigungssystem MUSS, dass den Schützenpanzer gegen moderne Panzerabwehrlenkflugkörper schützt, wurden die Anteile Ausbildung und Logistik beauftragt.

 

Die TSWA trägt dazu bei, die Kampfkraft und vor allem den Eigenschutz des Schützenpanzers deutlich zu erhöhen. Es handelt sich um eine unbemannte Waffenstation, die am Heck des jeweiligen Fahrzeuges – nicht auf dem drehbaren Turm – montiert wird und aus dem Inneren des Fahrzeugs fernbedient werden kann. Bedrohungen können unabhängig von der Hauptwaffe auch im nächsten Umfeld abgewehrt werden, was insbesondere im urbanen Umfeld von hoher Bedeutung ist und der Sicherheit der Besatzung erheblich zugutekommt. Die TSWA verschießt letale und nichtletale (z.B. Reizgas und Blitzlicht) Munition im Kaliber 40mm auf einer Distanz von bis zu 400 Metern. Beauftragt wurden die Musterintegration, die Serienreifmachung sowie die Herstellung von drei TSWA-Prototypen. Die eigentliche Serienbeauftragung, die die Ausstattung der Puma-Flotte mit der Waffenanlage auslöst, ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

 

Ein weiterer Auftrag enthält neue Ausbildungsmittel für die Bediener des PUMA-Turms, des technisch anspruchsvollsten Subsystems des Schützenpanzers. Separate Turmtrainingsanlagen, die jeweils aus einem Serienturm und dem oberen Wannensegment des Puma bestehen, ermöglichen künftig die Ausbildung der Kommandanten und der Richtschützen unabhängig vom Fahrzeug. Instandsetzungspersonal kann Wartungs- und Montagearbeiten am Turmtrainer effektiv und realitätsnah üben. Dies schont Ressourcen und reduziert Kosten, indem Fahrzeug-Hardware nicht unnötig gebunden und belastet wird. Die Ausbildung kann damit wesentlich flexibler gestaltet werden.

Die Auslieferung der Turmtrainer soll im Zeitraum 2019 bis 2023 erfolgen. Beauftragt wurden die Bereitstellung von elf neuen Turmtrainingsanlagen sowie die Anpassung eines bereits vorhandenen Turmtrainers, so dass der Bundeswehr künftig zwölf Anlagen zur Verfügung stehen. Konkret sollen alle Panzergrenadierstandorte sowie die Ausbildungszentren der Bundeswehr in Aachen und Munster mit diesem Turmtrainer ausgestattet werden.

 

Der SPz PUMA ist das Produkt einer Partnerschaft der beiden führenden europäischen Landsystem-Häuser Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall. Die gemeinsame Projektgesellschaft PSM, als Joint Venture dieser beiden Firmen, ist Hauptauftragnehmer für den PUMA und für das industrieseitige Management dieses Rüstungsprojektes einschließlich der gesamten logistischen Betreuung auch international verantwortlich.

 

 

 

 

31.05. - 02.06.2017

 

SPz PUMA bei der IDET in Brünn 

 

Der SPz PUMA wurde erstmals bei der Internationalen Fachmesse für Wehr- und Sicherheitstechnik (IDET) in Brünn in der Tschechischen Republik ausgestellt. Zahlreiche Besucher konnten sich den für die in Tschechien anstehende Erprobung bereits voll ausgerüsteten Schützenpanzer ansehen.

 

 

 

 

13.12.2016
 
100 SPz PUMA an die Bundeswehr ausgeliefert
 

Am 13.12.2016 wurde beim Ausbildungszentrum in Munster von der PSM Projekt System & Management GmbH der SPz PUMA mit der laufenden Nummer 100 an den Leiter der Einführungsorganisation PUMA (EFO) übergeben. Die EFO ist das zentrale Bindeglied des Heeres für die Einführung des SPz PUMA an die Verbände der Panzergrenadiertruppe und wird auch in den nächsten Jahren Ausbildung und Material mit erfahrenem Personal zum funktionierenden System Panzergrenadier zusammenführen.

 

Neben den Waffensystemen wurden auch vielfältige Ausbildungsmittel an die mit den PUMAs betrauten Soldaten geliefert. Auch die Instandsetzungstruppe hat die Ausbildungs- und Instandsetzungstrainer für den Turm und das Fahrgestell erhalten und in Nutzung.

 

Zusätzlich zu den Schützenpanzern wurden zwischenzeitlich auch sieben Schulpanzer dem Ausbildungsbetrieb zugeführt und der letzte der beauftragten acht Fahrschulpanzer folgt nächsten Monat. Noch 242 Schützenpanzer werden bis zum Jahr 2020 an die Bundeswehr ausgeliefert.

 

 

 

 

13. - 17. Juni 2016
 
PUMA auf der EUROSATORY
 
Auch auf der diesjährigen Eurosatory war ein Serienfahrzeug des SPz PUMA zu sehen. War es beim letzten mal im Jahr 2014 noch die sandfarbene Ausführung, die ein halbes Jahr zuvor noch bei der Hitzeerprobung war, so wurde in diesem Jahr das Serienfahrzeug Nummer 71 gezeigt, das im Anschluss der Messe an die Truppe ausgeliefert wurde.
 
Der SPz PUMA wird seit über einem Jahr durch die Bundeswehr genutzt. Bis zum Jahr 2020 werden alle 342 beauftragten Waffensysteme an die Panzergrenadiere ausgeliefert sein.

 

 

 

 

09.10.2015

SPz PUMA bei dynamischer Waffenschau

Die Informations- und Lehrübung in Munster, bei der Soldaten und Gästen der Bundeswehr Großgerät der Bundeswehr im Zusammenwirken dargestellt wird, gibt es schon seit vielen Jahren. Bei der diesjährigen ILÜ wurde den Zuschauern erstmals ein SPz PUMA dynamisch präsentiert.

Dem Fachpublikum konnten einzelne Aspekte des Fähigkeitsspektrums, wie beispielsweise im Bereich Mobilität und Waffenstabilisierung gezeigt werden.

 

 

 

 

24.06.2015

 

Schlüsselübergabe des SPz PUMA

 

Am 24. Juni 2015 wurde von der Projekt System & Management GmbH gemeinsam mit Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall der Schützenpanzer PUMA offiziell an die Bundeswehr übergeben.

 

Zuvor konnten sich die etwa 150 Gäste aus Industrie, Politik und Bundeswehr bei einer statischen und einer dynamischen Vorführung von der Leistungsfähigkeit des Waffensystems auf dem Firmengelände von Rheinmetall in Unterlüß überzeugen.

 

Wie bereits im April berichtet, hat die Ausbildung der Ausbilder begonnen und wird noch bis Ende diesen Jahres andauern. Momentan werden die Soldaten des Ausbildungszentrums und des Panzergrenadierlehrbataillons 92 an den SPz PUMA in Munster geschult. Somit wird die Grundlage geschaffen, um Anfang 2016 die erste „reguläre“ Ausbildung einer Kompanie Panzergrenadiere an ihren neuen Waffensystemen zu beginnen.

 

Die logistische Betreuung der Fahrzeuge und der Ausbildungsmittel vor Ort wird seit Anfang des Jahres durch Industriepersonal vor Ort stetig sichergestellt. Hierbei arbeiten die Mechaniker und Ingenieure der wehrtechnischen Industrie eng mit dem Instandsetzungspersonal der Bundeswehr zusammen.

 

 

 

 

17.04.2015

 

Der SPz PUMA in der Truppe

 

Nach intensiven Tests bei den Wehrtechnischen Dienststellen, mehrmonatiger Erprobung in extremer Hitze und Kälte im Ausland und mehreren Einsatzprüfungen durch Soldaten der Bundeswehr ist nun ein weiterer Meilenstein im Projekt SPz PUMA erreicht worden – die Genehmigung zur Nutzung durch das BAAINBw ist erteilt.

 

Viele Voraussetzungen mussten dafür erfüllt werden. Einige wesentliche werden hier nachfolgend aufgeführt. Auf Basis von Tests und Erprobungsergebnissen wurden immer wieder technische Optimierungen entwickelt, qualifiziert und fortlaufend in die Serienfahrzeuge eingebracht. Danach ist das Mustergutachten durch die Zentrale Militärkraftfahrtstelle finalisiert worden, um die notwendige Betriebserlaubnis sowie Straßenzulassung zu erteilen. Schließlich erklärte der Inspekteur Heer am 13.04.2015 formal die Bereitschaft zur Übernahme des SPz PUMA. Damit konnte am heutigen Tage durch das BAAINBw die „Genehmigung zu Nutzung“ erteilt werden.

 

Damit wird die Nutzung planmäßig mit der Ausbildung der Ausbilder (AdA) in der nächsten Woche mit zunächst sieben Schützenpanzern beginnen. Weitere Fahrzeuge folgen in den nächsten Monaten. Diese AdA wird am Ausbildungszentrum Munster noch bis Ende des Jahres durchgeführt. Dort wurde eigens für den PUMA eine Einführungsorganisation (EFO) aufgestellt, die die Erstausbildung der Panzergrenadierkompanien am SPz PUMA für jeweils drei Monate am Ausbildungszentrum Munster durchführt. Die EFO übernimmt auch die Fahrzeuge vom Hersteller, komplettiert sie mit bundeswehreigenen Ausrüstungsgegenständen und übergibt sie an die dort auszubildenden Soldaten. So können die Panzergrenadiere „ihre“ PUMAs, im Anschluss der dreimonatigen Ausbildung an den jeweiligen Standort mitnehmen, um sich hier weiter mit „ihrem“ neuen Gerät vertraut zu machen.

 

Die notwendigen Verträge zur Instandsetzung und zur Technisch-Logistischen Betreuung sind zwischen der Bundeswehr und der PSM GmbH geschlossen worden, die Unterstützung durch die PUMA-Industrie ist somit sichergestellt.

 

 

 

 

04.07.2014

 

PUMA auf der EUROSATORY 2014

 

In diesem Jahr wurde ein SPz PUMA auf der EUROSATORY in Paris Villepinte gezeigt. Die Messe fand vom 16. - 20. Juni statt. Wir danken für Ihren Besuch auf dem Outdoorstand C 220.

 

 

 

 

28.11.2013

 

PUMA trotzt Hitze und Sand

 

Nach der taktischen und logistischen Einsatzprüfung hatte der SPz PUMA in diesem Jahr auch die Erprobung im heißen Klima zu absolvieren. Anfang November kehrten beide SPz PUMA nach über zwei Monaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wohlbehalten zurück.

 

Auf einem sehr weitläufigen Schießplatz mit moderner Infrastruktur im Nord-Westen der VAE wurde die Treffgenauigkeit der MK30-2/ABM sowie des MG 4 bei Tag und Nacht, im Stand und aus der Fahrt unter Beweis gestellt - auch im extremen Temperaturbereich zwischen 35 und knapp 50 Grad Celsius im Schatten. Ausgestattet mit umfangreicher Messtechnik, wurden mit den PUMA verschiedene Erprobungsprogramme seitens der Experten der WTD 91 erfolgreich „durchgeschossen“. Im militärischen Schießbetrieb überzeugte sich der Bedarfsträger selbst, dass der PUMA auch bei diesen Rahmenbedingungen seine Aufgabe äußerst präzise erledigt. Da gerade bei hohen Temperaturen eine Klimaanlage erforderlich ist, war sie wochenlang in Betrieb und konnte ihre Leistungsfähigkeit sowohl in zahlreichen Messreihen, als auch im tagtäglichen Einsatz sehr erfolgreich unter Beweis stellen – sie wurde von allen Beteiligten sehr gelobt.

 

Erprobt wurde unter diesen Randbedingungen auch das Multifunktionale Selbstschutzsystem MUSS – die Bewertung der Untersuchungen war ebenfalls positiv.

 

An den beiden weiteren Erprobungsorten im Norden und Nordosten der VAE konnte der SPz PUMA in verschiedensten Geländeabschnitten wie Sanddünen, auf steilen Schotterpisten und auch auf Geröllwüsten im Wadi - also im wirklich schweren Gelände - seine Mobilität unter Beweis stellen. Dies tat er zur Zufriedenheit aller Beteiligten mit großer Ausdauer und ohne Ausfälle. Durchgeführt wurde dieser Erprobungsteil von den Experten der WTD 41, der Bedarfsträger war auch hier mit von der Partie.

 

Das Erprobungsprogramm fand unter der Leitung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr statt. Die notwendige Unterstützung in den Bereichen Infrastruktur, Transport sowie der täglichen Versorgung wurde durch die Gastgebernation in beispielhafter Weise geleistet. Die organisatorische und insbesondere die technische Unterstützung wurde durch erfahrenes Industriepersonal vor Ort sichergestellt.

 

Ohne einer abschließenden Bewertung vorzugreifen, gilt die Überschrift dieses Beitrages vollumfänglich. Alle Beteiligten werden die notwendigen Erkenntnisse im jeweiligen Bereich umzusetzen wissen.

 

 

 

 

02.07.2013

SPz PUMA absolviert Einsatzprüfung

Die wesentlichen Programmpunkte im Jahr 2013 sind:

  • die Einsatzprüfung in den Bereichen Logistik und Taktik im II./III. Quartal
  • die Sommererprobung in den Vereinigten Arabischen Emiraten im III./IV. Quartal
  • die Genehmigung zur Nutzung (GeNu) auf Basis der aller Erprobungsergebnisse durch BAAINBw – für Ende 2013 vorgesehen - als Voraussetzung zur Nutzung durch die Panzergrenadiertruppe

Einsatzprüfung Logistik


Durch das Instandsetzungspersonal der Technischen Schule des Heeres für Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik (TSL/FSHT) wird der logistische Anteil der Einsatzprüfung seit Anfang Mai 2013 in Aachen durchgeführt. Bis in den September 2013 wird hier untersucht, wie der SPz PUMA durch die Truppe instandgesetzt wird. Einige Punkte des Erprobungsprogramms sind zum Beispiel:

  • die Gesamtbetrachtung (theoretisch und praktisch) der mitgelieferten Interaktiven Elektronischen Technischen Dokumentation (IETD) beschriebenen Instandsetzungstätigkeiten sowie Überprüfung des Sonderwerkzeuges sowie der Mess- und Prüfgeräte
  • die Bewertung der Austauschbarkeit von Anlagen, Baugruppen und Unterbaugruppen (z.B. Laufwerk, Triebwerk, Kraftstoffversorgunganlage, Schutzkomponenten, Haupt- und Sekundärbewaffnung etc.


Einsatzprüfung Taktik


Der taktische Teil der Einsatzprüfung wird durch Soldaten der Panzertruppenschule des Ausbildungszentrums Munster mit Unterstützung des Panzergrenadierlehrbataillons 92 seit Mitte Mai durchgeführt. Bis Mitte August kommt hier sowohl ein Einzelfahrzeug, als auch ein Panzergrenadierzug (4 SPz) zum Einsatz.
Einige Programmpunkte sind hierbei beispielsweise:

  • Führung des Gesamtsystems auf- und abgesessen, dabei u.a. Bewegung und Feuerkampf, Verhalten im Steilfeuer, Duellsituation, Zusammenwirken auf- und abgesessener Teile, Bewegungen des Panzergrenadierzuges auf dem Gefechtsfeld
  • Überprüfung und Bewertung der Funk- und Führungsausstattung
    Bewerten der Sichtmittel und des Lukenkonzeptes

Zur Unterstützung der Panzergrenadiere bei den notwendigen Wartungsarbeiten ist über den gesamten Zeitraum der Einsatzprüfung Industriepersonal vor Ort.

 

 

25.07.2012

 

Nachweisführung des SPz PUMA bis September 2013 verlängert

 

Am 11. Juli wurde - als Konsequenz der Neuausrichtung der Bundeswehr - eine Verringerung der Stückzahl von 405 auf 350 Schützenpanzer einvernehmlich vertraglich vereinbart. Im Zuge dieser Vereinbarung wurde der Zeitraum für die Nachweisführung bis zum 30.09.2013 verlängert.

 

Wie bereits in den letzten beiden News berichtet, wurde der SPz PUMA im ersten Quartal diesen Jahres der Klimaerprobung im subpolaren Nord-Norwegen unterzogen. Die beiden Fahrzeuge wurden im April wieder nach Deutschland transportiert und werden durch die Industrie bereits wieder für die nächsten Untersuchungen im Rahmen des umfangreichen Nachweisführungsprogramms vorbereitet.

 

Auch wenn Mensch und Material durch das extreme Klima sehr hohen Belastungen unterzogen wurden – das Erprobungsteam und der SPz PUMA haben diese Herausforderung gemeistert. Optimierungspotential im Detail wurde erkannt und die erforderlichen Änderungen werden in die Serienfertigung übernommen.

 

Neben vielen Untersuchungen einzelner Funktionalitäten und vertraglicher Forderungen, die zumeist bei den Wehrtechnischen Dienststellen durchgeführt werden, sind die nächsten Höhepunkte der Nachweisführung die taktische und logistische Einsatzprüfung. Zusätzlich ist neben der bereits erfolgten Wintererprobung auch eine Sommererprobung im Ausland noch vorgesehen.

 

 

 

 

19.03.2012

 

Fahren und Schießen bei Eis und Schnee

 

Wie erwartet bietet das Erprobungsgelände in Nord-Norwegen hervorragende Möglichkeiten den SPz PUMA in einer subpolaren Klimazone zu testen. Während der Erprobung wurden hier bereits Temperaturen unter - 30° Celsius gemessen. Der stets wehende eisige Wind lässt die gefühlten Temperaturen noch weiter sinken. Das Areal ist sehr weitläufig und es stehen mehrere Schießbahnen zur Verfügung.

 

Das Erprobungsteam hat bei den teilweise recht langen Anfahrtswegen zu den Schießbahnen ausgiebig Gelegenheit das Fahrverhalten auf verschneitem und vereistem Untergrund zu testen. So wurden beispielsweise auf vereisten Wegen und verschneitem Gelände verschiedene Anordnungen von Schneegreifern untersucht.

 

Mit dem SPz PUMA werden seit ca. zwei Monaten die unterschiedlichsten Schießversuche mit der Hauptbewaffnung, der MK30-2/ABM, und der Sekundärbewaffnung MG4 durchgeführt. Aufwendige Messreihen begleiten fast täglich das Fahr- und Schießprogramm. Bei diesen Messungen werden unter anderem Temperaturverläufe, insbesondere nach Kaltstarts, im Fahrzeuginneren in Relation zu den Außentemperaturen aufgezeichnet und ausgewertet.

 

Die Tests bei diesem kalten Klima stellen an das Waffensystem und seine Bediener sehr hohe Anforderungen. Noch bis Anfang April muss der SPz PUMA seine Leistungsfähigkeit auch bei diesen außergewöhnlichen Bedingungen unter Beweis stellen.

 

 

 

 

09.01.2012

 

Zwei SPz PUMA auf dem Weg nach Norwegen

 

Zu den Forderungen der Bundeswehr an den Schützenpanzer PUMA gehört unter anderem der weltweite Einsatz unter nahezu allen klimatischen Bedingungen. Um die Einsatzfähigkeit des PUMA auch unter extremen winterlichen Bedingungen nachzuweisen, wurde mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung eine Erprobung in Norwegen vereinbart. Dazu wurden am 09.01.2012 zwei Fahrzeuge für den ca. einwöchigen Landmarsch auf Spezialtransporter verladen.

 

Die Erprobung erfolgt über einen Zeitraum von ca. drei Monaten weit nördlich des Polarkreises. Bei Schnee, Eis und sehr tiefen Temperaturen werden dort im Schwerpunkt Fahr- und Schießversuche, sowie Messungen im Innenraum durchgeführt. Dieses Nachweisprogramm wird federführend vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit fachlicher Unterstützung durch die Spezialisten der Wehrtechnischen Dienststellen durchgeführt. Aber auch der militärische Bedarfsträger wird mit erfahrenem Personal vor Ort vertreten sein. Die unmittelbarere Betreuung der PUMAs am Erprobungsort wird maßgeblich mit Fachpersonal der Industrie sichergestellt.

 

 

 

28.04.2011

 

SIAM - FAT und EuBBT - als wichtiger Meilenstein erreicht

 

Die Realisierung des Konzeptansatzes SIAM (SystemIntegriertes AusbilungsMittel) stellt einen revolutionären Ansatz dar. Jeder operationelle SPz PUMA ist technisch so vorbereitet, dass er nach Einbau einiger Zusatzkomponenten zur Intensivausbildung der (Kern)Besatzung verwendet werden kann. Dabei kann die Ausbildung als „Train as you fight“ erfolgreich in einem Einzelfahrzeug aber insbesondere im Zugrahmen (Vernetzung von 4 SPz PUMA) oder später sogar vernetzt mit weiteren Waffensystemen erfolgen. Gesteuert, angeleitet bzw. überwacht und ausgewertet wird der Ausbildungsbetrieb dabei über eine LAKS-Kabine (Leitungs-, Auswerte- und Kontroll-Station in standardisierter Kabine).

 

Parallel zur Realisierung des Waffensystems SPz PUMA wurde auch der oben angesprochene Konzeptansatz durch das Expertenteam der Firmen KMW und RLS/RDE („KT-SIAM“) forderungsgemäß sowie in ständiger Abstimmung zwischen allen Beteiligten im BWB, der WTD 81 und den militärischen Dienststellen entwickelt und materialisiert.

 

In der Zeit vom 11. - 14.04.2011 stellten PSM und KT-SIAM den aktuellen Stand im Rahmen der vereinbarten Werksprüfung oder „Factory Acceptance Test – FAT“ den zuständigen Fachleuten von BWB, WTD 81 und GPS vor. Hierzu waren zwei SPz PUMA (Vorserie), ein als Referenzanlage bezeichnetes Entwicklungslabor sowie eine LAKS-Kabine (noch eingerüstet in eine beigestellte AGPT-Kabine) mit den erforderlichen Hard- und Softwarefunktionalitäten ausgestattet und vernetzt worden. Direkt im Anschluss der technischen Bewertung wurde dem Bedarfsträger/Nutzer vom 14. –20.04.2011 Gelegenheit für einen ersten Übungsbetrieb mit dieser SIAM-Konfiguration gegeben. Hierzu wurde, wie bereits in 2009 auch, die organisatorische Form EuBBT (Erprobung unter Beteiligung des Bedarfsträgers) gewählt, bei der die technische Gesamtverantwortung in den Händen von BWB/WTD 81 lag.

 

Als Ergebnis beider Überprüfungsanteile kann festgestellt werden, dass ein technisch neuer und sehr anspruchsvoller Ansatz bereits mit großem Erfolg umgesetzt worden ist. Die gemachten Erfahrungen und Feststellungen müssen, in Verbindungen mit den sich einsatzbedingt weiterentwickelnden Erkenntnissen, ausgewertet werden. Gemeinsam sind dann die Ergebnisse im Rahmen der weiteren Realisierungsschritte einzubringen. Bei der noch geplanten Nachweisführung und Einsatzprüfung wird der Serien-Stand (dann auch mit der deutlich größeren Serien-LAKS-Kabine) dem gleichen Teilnehmerkreis vorgestellt bzw. zur eigenständigen Bewertung zur Verfügung gestellt werden.

Festzustellen ist: Die Zukunft hat begonnen, denn „Train as you fight“ mit SPz PUMA kann und wird durch SIAM in bisher nicht gekanntem Umfang ermöglicht werden. Diese Ausbildungsüberlegenheit – Training mit SPz PUMA vernetzt auch mit weiteren Waffensystemen – ermöglicht die effektive Nutzung des leistungsfähigsten und modernsten Schützenpanzer der Welt.

 

 

 

07.12.2010 

SERIENSTART FÜR NEUEN SCHÜTZENPANZER PUMA

Die ersten zwei Schützenpanzer aus Serie vertragsgemäß geliefert

 

Rheinmetall und Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) haben am 6. Dezember 2010 durch die gemeinsame Projektgesellschaft PSM GmbH in Kassel die ersten beiden Schützenpanzer aus der PUMA-Serie planmäßig an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zur Nachweisführung übergeben. Insgesamt hat die Bundeswehr 405 der neuen Fahrzeuge bestellt. Der Serienvertrag wurde im Juli 2009 unterschrieben, der gesamte Vertragswert beläuft sich auf rund 3,1 Mrd. Euro. Damit hat das wichtigste Modernisierungsvorhaben des deutschen Heeres eine wichtige Zielmarke erreicht.
"Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Einführung des PUMA's in die Bundeswehr. Hinter uns liegt eine anspruchsvolle Zeit der Entwicklung, bei der wir uns am Rande dessen bewegt haben, was heute technologisch überhaupt darstellbar ist",  erklärten Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, und Frank Haun, Vorsitzender der KMW-Geschäftsführung.

Technologie der Extreme: lessons learned aus aktuellen Einsätzen

Die Entwicklung des neuen Schützenpanzers ist geprägt von technologischen Extremen. Ziel ist es, die Bundeswehr nicht nur mit einer neuen Fahrzeugplattform auszurüsten, sondern mit einem Technologieträger, der in allen Fähigkeitsbereichen vom Schutz über die Mobilität bis zur Kampfkraft mit neuen und weltweit führenden technischen Antworten überzeugt. Die Entwicklungsleistung stand dabei besonders unter dem Eindruck, aus den laufenden Einsatzerfahrungen konsequente und kurzfristige Rückschlüsse auf das Leistungsprofil des PUMA zu liefern und entsprechend zu realisieren. In keinem anderen Schützenpanzer ist das in diesem Umfang bisher gelungen.

Die weiteren Planungen sehen vor, dass der PUMA nun unter anderem die Nachweisführung fortführt und ebenfalls einer Einsatzprüfung unterzogen wird. Hierfür sind auch intensive Wärme- und Kälteerprobungen im Ausland vorgesehen. Diese vielfältigen Prüfungen dienen dazu, eine reibungslose Einführung des anspruchsvollen Systems in die Truppe sicherzustellen.

PUMA setzt neue Maßstäbe im Hinblick auf Schutz, Kampfkraft, Mobilität und Befähigung zu weltweiten, vernetzten Missionen

Der PUMA bietet seinen Insassen einen bislang von keinem vergleichbaren Fahrzeug erreichten Schutz vor Minen, dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen und selbstgebauten Sprengsätzen, wie sie in Krisengebieten derzeit weit verbreitet sind. Nicht zuletzt dank seiner Luftverladbarkeit, seiner Mobilitätseigenschaften in unwegsamen Gelände und seiner Aufwuchsfähigkeit ist der PUMA ein Fahrzeug, das im internationalen Konfliktmanagement wichtige Aufgaben übernehmen wird und seiner Besatzung dabei bestmöglichen Schutz bietet. Auch in puncto Durchsetzungsfähigkeit und Kampfkraft ist er unübertroffen.

Mehr als dreißig Jahre nach Indienststellung des Schützenpanzers Marder bei der Bundeswehr begründet der PUMA mit seinem erweiterten Fähigkeitsumfang somit eine völlig neue Leistungsklasse für Schützenpanzer. Im internationalen Vergleich nimmt er die Spitzenposition bei gepanzerten Gefechtsfahrzeugen ein.

 

 

 

 

10.08.2010

Die Serienfertigung des PUMA ist angelaufen

Damit die ersten beiden Serienfahrzeuge des Schützenpanzers PUMA termingerecht Ende diesen Jahres an den Auftraggeber übergeben werden können, wurde bereits vor Monaten mit den Schweißarbeiten für diese ersten Fahrgestelle und Türme begonnen. Die Herstellung und Montage der ersten zu integrierenden Baugruppen erfolgt dabei parallel bei den zahlreichen Unterauftragnehmern. Deren Einbau in die Systeme erfolgt derzeit bei den Mutterhäusern KMW und RLS. Auch für die im Jahr 2011 auszuliefernden Fahrzeuge sind die Arbeiten bereits in vollem Gange.

Diese ersten Fahrzeuge werden nicht sofort an die Truppe übergeben, sondern verbleiben vertragsgemäß zur Durchführung weiterer Nachweise auf Gesamtsystemebene im Verantwortungsbereich des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB). Über die  Systemnachweise und Systemqualifikation hinaus erfolgt mit diesen Fahrzeugen ebenfalls die Einsatzprüfung (Einzelfahrzeug und Zugrahmen) sowie die Auslandserprobungen (kalt bzw. heiß). Die Fertigung und Auslieferung der beauftragten 405 PUMA wird bis zum geplanten Abschluss der Serie im Jahre 2020 erfolgen.

Bei der Beschaffung des Schützenpanzers PUMA wurde durch das BWB in Zusammenarbeit mit der Industrie im Interesse des Nutzers, der Panzergrenadiertruppe, ein ganzheitlicher Ansatz gewählt. Daher erfolgen ergänzend zur Lieferung der Fahrzeuge, ebenso die Herstellung und Lieferung der Umfänge Logistik und Ausbildungsmittel. Diese, wie auch die Lehrgänge zur Kaderausbildung für Bediener- und Instandsetzungspersonal sind so terminiert, dass sie vor Beginn des Zulaufs der Serien-PUMA an die Truppe als notwendige Voraussetzung zur Nutzung durchgeführt werden.

 

 

 

03.07.2009


Startschuss für die Serienproduktion von 405 Puma-Schützenpanzern für die Bundeswehr

 

Am 3. Juli 2009 wurde zwischen dem Koblenzer Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung BWB und der PSM GmbH, Kassel, der Vertrag für die Serienbeschaffung von 405 Puma-Schützenpanzern und der zugehörigen Logistik- und Ausbildungsumfänge unterzeichnet, nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 17. Juni 2009 abschließend grünes Licht für den Start der Serienproduktion gegeben hatte. Für die mit der Realisierung des Projektes beauftragte PSM GmbH (Projekt System und Management), an der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, München und die Düsseldorfer Rheinmetall AG mit je 50% beteiligt sind, bringt der Auftrag ein Volumen von insgesamt ca. 3 Milliarden Euro incl. 19% Umsatzsteuer mit sich.

 

Den 405 Serienfahrzeugen gingen fünf Vorserienfahrzeuge voraus, die bereits seit 2007 für Versuche, Erprobung und Optimierung sowie Nachweisführung und Qualifikation bei den Wehrtechnischen Dienststellen der Bundeswehr und auch zeitweise beim Ausbildungszentrum Panzertruppen im Betrieb sind. Die Auslieferung der 405 Serienfahrzeuge beginnt 2010 und wird 2020 abgeschlossen sein.

 

Der Schützenpanzer Puma markiert im internationalen Vergleich die technologische Spitze bei gepanzerten Gefechtsfahrzeugen. Er ist insbesondere dank seiner Modularität und Aufwuchsfähigkeit auf die heutigen und auf zukünftige Einsatzanforderungen der Streitkräfte zugeschnitten. Zudem bietet er den Soldaten ein Höchstmaß an Schutz und Durchsetzungsfähigkeit.

 

 

 

 

31.03.2009

SPz PUMA - Logistikumfänge

Neben der ersten Untersuchung der taktischen Eignung des SPz PUMA, die im Zeitraum vom 09.02. bis 27.03.2009 am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster erfolgte (siehe News vom 30.03.2009), wurde im Zeitraum vom 02. bis zum 18.03.2009 in parallelen Veranstaltungen bei der Industrie über den Sachstand der logistischen Aktivitäten informiert und dabei die bereits vorhandenen Logistikumfänge vorgestellt. Die Veranstaltungen fanden in Form einer „Logistischen Demonstration“ bei Fa. Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kiel für den Umfang Fahrgestell und bei Fa. Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG in Kassel für den Umfang Turm/Bedienstände statt.

 

Ziel war es, den im Projekt beteiligten Vertretern der TSL/FSHT aus Aachen sowie von Heeresamt und BWB, das Erfüllen der Forderungen hinsichtlich Materialerhaltbarkeit des SPz PUMA mit dem geforderten und bisher realisierten Sachstand zu demonstrieren, um so eine erste Beurteilung hinsichtlich der Eignung zu ermöglichen.

 

An einem Vorserienfahrzeug wurden im Rahmen der Logistischen Demonstration folgende Arbeitsumfänge durchgeführt:

Fahrgestell

  • Vorstellung des Integrierten Prüfsystems (IPS) mit Beispielen zur Wechselwirkung zwischen Besatzung, Instandsetzung und Technischer Dokumentation (Interaktive Elektronische Technische Dokumentation-IETD),
  • Aus- und Einbau sowie Standlauf des Triebwerks,
  • Arbeiten am Laufwerk,
  • Arbeiten an Anlagen im Fahrgestell (Feuerlösch-, Brandunterdrückungs-,   Kraftstoffversorgungs-, ABC-Schutzbelüftungs-, Kälte-, Vorwärm- und Heizanlage)
  • Anwendung der Sonderwerkzeuge, Mess- und Prüfgeräte.

Turm

  • Turm ziehen und wieder aufsetzen,
  • Aus- und Einbau des Periskops,
  • Arbeiten an Waffe und Munitionszuführung,
  • Anwendung der Sonderwerkzeuge, Mess- und Prüfgeräte.

Von allen Beteiligten wurde diese Logistische Demonstration als äußerst wichtige Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Integrierten Nachweisführung des SPz PUMA bewertet.
Nach Abschluss der Veranstaltung wurde festgestellt, dass

  • die vorgeführten Instandsetzungsmaßnahmen eine bedarfsgerechte und  zügige Materialerhaltung  erwarten lassen,
  • Art und Umfang des bereits verfügbaren Umfanges an Sonderwerkzeug,Mess- und Prüfgerät grundsätzlich bedarfsgerecht und anwendbar sind,
  • das IPS, wie erwartet und gefordert, die Fehlerlokalisierung und Fehlerbehebung unterstützt,
  • das gewählte Konzept und die Struktur der bereits vorhandenen    IETD-Umfänge geeignet  sind,  jedoch Ergänzungen erforderlich sind sowie
  • die Materialerhaltung des SPz PUMA auch durch entsprechend ausgebildetes militärisches Instandsetzungspersonal durchgeführt und sichergestellt werden kann.

Für die weitere Realisierung der logistischen Umfänge wurde Optimierungspotenzial festgestellt, das für die Serie entsprechend berücksichtigt wird. Ebenso konnten bereits anteilige Erkenntnisse für die zukünftige Ausbildung des militärischen Instandsetzungspersonals gesammelt werden. Beides sind wertvolle Voraussetzungen für die forderungsgerechte Realisierung und den erfolgreichen Nachweis aller logistischen Umfänge im Rahmen der durchzuführenden Einsatzprüfung.

 

 

 

 

30.03.2009

SPz PUMA in Erprobung unter Beteiligung des Bedarfsträgers

Im Zeitraum vom 09.02. bis 27.03.2009 befanden sich zwei Vorserienfahrzeuge SPz PUMA am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster. Ziel war es, den zuständigen militärischen Fachleuten des Bereichs Weiterentwicklung Panzertruppen, verstärkt durch Soldaten des PzGrenLehrBtl 92, Gelegenheit zu geben, erste Eindrücke vom Fahrzeug zu gewinnen sowie erste Erfahrungen in der Bedienung des neuen Waffensystems SPz PUMA zu sammeln.

Zu Beginn der Erprobung erfolgte eine zweiwöchige Einweisung in die Fahrzeuge durch Personal der Industrie. Dabei wurde den Soldaten das notwendige theoretische Wissen vermittelt sowie verschiedene Bedienabläufe praktisch geübt.

Es folgten Untersuchungen mit den zwei Vorserien-PUMA, oft im direkten Vergleich mit den Leistungsparametern des SPz MARDER und denen des KPz LEOPARD 2. Dabei konnten erste wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich wichtiger Einzelfunktionalitäten des Waffensystems bei Tag und Nacht sowie teilweise extremen Witterungsbedingungen gesammelt werden. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildeten die Teilbereiche Wirksamkeit im Einsatz, Führungsfähigkeit sowie die Integration des Systems IdZ-ES.
Als Abschluss der Aktivitäten wurden auf dem Truppenübungsplatz Bergen verschiedene Schießübungen bei Tag (statisch und dynamisch) und bei Nacht (nur statisch) durchgeführt.

Während des gesamten Zeitraums waren Experten der Wehrtechnischen Dienststellen aus Greding, Trier und Meppen zugegen, um in dieser Phase neben der technischen Gesamtleitung auch mit Rat und Tat aus deren bisherigen Erprobungen zur Seite zu stehen. Durch ein Team der Industrie wurde sichergestellt, dass die Fahrzeuge für die Untersuchungen jeweils einsatzbereit zur Verfügung standen.

Das Fazit dieser ersten Erprobung fiel insgesamt positiv aus. Vor allem die Möglichkeiten einer voll stabilisierten Waffenanlage überzeugten. In Teilbereichen, so z.B. bei der Führbarkeit, wurden weitere Optimierungsmöglichkeiten festgestellt. Die gesammelten Erkenntnisse der Erprobung werden sehr kurzfristig im gemeinsamen Projektteam (BWB, Bedarfsträger und Industrie) ausgewertet und im Hinblick auf die Serienkonfiguration des SPz PUMA umgesetzt. Gleiches gilt für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse bezüglich taktischer Einsatzgrundsätze sowie der künftigen Gestaltung der Ausbildung im militärischen Bereich.

Die Untersuchungen wurden durch alle Beteiligten - insbesondere die Soldaten - als äußerst wichtige Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Integrierten Nachweisführung des SPz PUMA bewertet. Die nächsten wichtigen (mittelfristigen) Schritte der Nachweisführung sind die Durchführung von Klimaerprobungen mit den ersten Serienfahrzeugen sowie die Einsatzprüfung durch die Truppe. Auch hierfür konnten wertvolle Erkenntnisse gesammelt werden, die helfen werden, einen erfolgreichen Verlauf dieser anstehenden Herausforderungen sicherzustellen.

 

 

 

 

06.03.2009

SPz PUMA beim Symposium in Munster vorgestellt

Gleich zwei Vorserienfahrzeuge des SPz PUMA wurden den Teilnehmern im Rahmen des gemeinsamen Symposiums des Freundeskreises der Panzergrenadiertruppe und des Freundes-kreises der Offiziere der Panzertruppe am 5. und 6. März 2009 beim Ausbildungszentrum Munster vorgestellt. Hier konnten die Fahrzeuge vor Ort in Augenschein genommen werden. Das PUMA Team des AusbZ PzTr erläuterte die Funktionen unmittelbar am Gerät und machte die Technik somit im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Fachleute der Industrie unterstützten bei Bedarf bei der Beantwortung tiefer gehender Fragen.

Mit großem Interesse informierten sich die Symposiums-teilnehmer zusätzlich über die Details der Serienkonfiguration und die Leistungsmerkmale des PUMA an den im Eingangsbereich des Plenums des Scharnhorsthauses ausgestellten Schautafeln der PSM GmbH.

Sehr positiv wurde auch bewertet, dass das System IdZ ES ebenfalls von den militärischen Experten des AusbZ PzTr vorgestellt wurde und somit auch in Verbindung mit dem SPz PUMA „erlebt“ werden konnte.

 

 

 

 

19.12.2008

Integration MELLS für PUMA beauftragt

Am 19. Dezember 2008 wurde zwischen BWB und der Firma PSM im Rahmen des Vorhabens SPz PUMA ein Vertrag über die Integration der Waffenanlage MELLS (WA MELLS; Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System) geschlossen. Damit erhält der SPz PUMA im Rahmen der ihm zugedachten Aufgaben eine der notwendigen Ergänzungen zu seinem geforderten Fähigkeitsprofil.

Die Integration umfasst ein am Turm adaptiertes Startgerät für zwei Flugkörper. Der ausgewählte Lenkflugkörper SPIKE der Firma Eurospike verfügt über einen optronischen Suchkopf, dessen Bild über eine Glasfaser übertragen und der PUMA-Besatzung am Bildschirm angezeigt wird. Er kann mit den Bedien-, Steuer- und Kontrollelementen der fahrzeugseitigen Feuerleitanlage des SPz PUMA bedient werden. Damit erhält der Schützenpanzer die Fähigkeit, sowohl gegnerische Ziele mit hohem Schutzniveau und Hubschrauber zu bekämpfen, als auch Bedrohungen hinter Deckungen zu begegnen. Neben der autonomen Zielverfolgung durch den Flugkörper selbst hat die Besatzung die Möglichkeit, vom SPz PUMA aus in die Steuerung einzugreifen und z.B. einen Zielwechsel vorzunehmen.

Mit diesem Vertragsschluss ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Gesamtprogramm SPz PUMA erreicht.

 

 

 

 

30.11.2008

SPz PUMA Erprobung und Integrierte Nachweisführung gehen mit großen Schritten weiter

Ein intensives und äußerst anspruchsvolles Nachweis- programm ist vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) mit der Industrie abgestimmt und festgelegt worden. Mit allen existierenden Vorserienfahrzeugen und weiteren Demonstratoren des SPz PUMA erfolgen Erprobung und Nachweisführung durch Industrie, Wehrtechnische Dienststellen der Bundeswehr (WTD) und bei Bedarf unter Hinzuziehung des Bedarfsträgers. So wurden und werden folgende Aspekte

bei der WTD 41 in Trier:

  • Fahrverhalten,
  • Leistungsvermögen,
  • Straßenverkehrtstauglichkeit und
  • Ergonomie

bei der WTD 81 in Greding:

  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV),
  • Softwaresicherheit,
  • IT-Sicherheit und
  • Feuerleiteinrichtungen,

bei der WTD 91 in Meppen:

  • Turm- und Waffenfunktionen,
  • Schießen im Stand und aus der Fahrt
  • Funktionalität und Qualifikation MUSS und
  • Qualifikation der Schutzanteile,

beim Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien (WIS) in Meppen:

  • ABC-Anlage,
  • Brandmelde- und Unterdrückungsanlage

bei der WTD 52 in Oberjettenberg:

  • Aspekte zu Signaturreduzierung und
  • Tarnung

sowie im Erprobungszentrum in Unterlüß:

  •   weitere Klimauntersuchungen

gemeinsam von Fachleuten der Industrie und den Wehrtechnischen Dienststellen untersucht und geprüft.


Dem Wesen dieser Projektphase ist zueigen, dass Eignung/Leistungsvermögen ermittelt und nachgewiesen und ggf. Optimierungsbedarf festgestellt, notwendige Maßnahmen eingeleitet und die technischen Lösungen erneut in die „Prüfschleife“ eingebunden werden.

Die sehr umfangreichen geforderten Funktionalitäten führen zu einem Höchstmaß an Komplexität des Gesamtsystems PUMA. Der bisher erreichte Reifegrad konnte in dieser vergleichsweisen kurzen Zeit nur durch einen extrem engen Abstimmungsprozess aller Beteiligter erreicht werden.

 

 

 

 

30.04.2008

SPz PUMA Integration FüInfoSysH

Am 30.04.2008 wurde die PSM GmbH vom BWB mit der Integration des Führungs- und Informationssystems des Heeres (IFIS) in den SPz PUMA beauftragt. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass der SPz PUMA ab Serienbeginn ebenfalls die zukunftsweisende Fähigkeit zur Vernetzten Operationsführung (NetOpFü) erhält.